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So erkennst du einen unsicher-ambivalenten Bindungsstil

Aktualisiert: 16. Jan.

Ein sicherer Bindungsstil ist in einer Beziehung von großer Bedeutung, denn er ermöglicht es den Partnern, Vertrauen, Nähe und Unterstützung zu teilen. Doch nicht alle Menschen entwickeln einen solchen sicheren Bindungsstil. Einige können einen unsicher-ambivalenten Bindungsstil entwickeln, der sich in verschiedenen Situationen und Beziehungen zeigen kann. In diesem Blogbeitrag möchte ich dir genauer diesen Bindungsstil erklären und dir Wege aufzeigen, wie du ihn erkennen kannst.





Was ist ein unsicher-ambivalenter Bindungsstil?


Ein unsicher-ambivalenter Bindungsstil ist eine der vier Hauptkategorien, die in der Bindungstheorie beschrieben werden. Die anderen sind sicher, unsicher-vermeidend und desorganisiert. Menschen mit einem unsicher-ambivalenten Bindungsstil haben oft ein uneinheitliches und ambivalentes Verhalten in ihren engen Beziehungen.


Typischerweise haben sie ein starkes Verlangen nach Nähe und Intimität, fühlen sich jedoch gleichzeitig ängstlich und unsicher, dass ihre Bedürfnisse möglicherweise nicht erfüllt werden. Diese Ambivalenz führt dazu, dass sie oft widersprüchliches Verhalten zeigen, mal klammern sie sich an ihre Partner, mal ziehen sie sich zurück und geben vor, unabhängig zu sein. Dies kann für beide Partner in der Beziehung frustrierend sein und zu Missverständnissen und Konflikten führen.


Wie erkennt man einen unsicher-ambivalenten Bindungsstil?


Intensive Bedürfnisse nach Nähe

Personen mit einem unsicher-ambivalenten Bindungsstil sehnen sich nach emotionaler Nähe und Bestätigung, manchmal auf eine intensive und erdrückende Weise. Sie möchten ständige Bestätigung ihrer Liebesbeziehung und suchen oft nach Versicherungen, dass sie geliebt werden.


Angst vor Zurückweisung

Obwohl sie Nähe suchen, haben sie gleichzeitig Angst vor Zurückweisung oder Verlassenwerden. Daher sind sie oft ängstlich und besorgt darüber, wie stabil ihre Beziehungen sind.


Unberechenbares Verhalten

Menschen mit diesem Bindungsstil können in ihren Handlungen und Emotionen unberechenbar sein. Sie schwanken zwischen extremer Anhänglichkeit und emotionaler Distanzierung.


Häufige Eifersucht und Misstrauen

Eifersucht und Misstrauen können in Beziehungen mit einem unsicher-ambivalenten Bindungsstil häufig auftreten. Sie neigen dazu, die Absichten ihres Partners zu hinterfragen und fühlen sich leicht bedroht.


Schwierigkeiten, Bedürfnisse auszudrücken

Obwohl sie sich nach Nähe sehnen, fällt es ihnen oft schwer, ihre eigenen Bedürfnisse klar zu kommunizieren. Sie können zögern oder Angst haben, ihre wahren Gefühle zu zeigen.


Wie kann man mit einem unsicher-ambivalenten Bindungsstil umgehen?


Selbstreflexion

Wenn du vermutest, dass du einen unsicher-ambivalenten Bindungsstil hast, ist es wichtig, dich selbst zu reflektieren und zu verstehen, woher diese Verhaltensmuster kommen könnten. Frühere Erfahrungen in der Kindheit könnten einen Einfluss darauf haben, wie du dich in Beziehungen verhältst.


Offene Kommunikation

In Beziehungen ist offene Kommunikation der Schlüssel. Versuche mit deinem Partner über deine Ängste und Bedürfnisse zu sprechen, um Missverständnisse zu vermeiden.


Selbstwert stärken

Arbeite daran, dein Selbstwertgefühl zu stärken und unabhängiger von der Bestätigung anderer zu sein. Dies kann helfen, deine Ängste und Unsicherheiten zu reduzieren.


Therapie und professionelle Unterstützung

Wenn du Schwierigkeiten hast, mit deinem Bindungsstil umzugehen, könnte es hilfreich sein, professionelle Hilfe in Form von Therapie oder Beratung in Anspruch zu nehmen. Gerne kannst du dich bei mir jederzeit für ein kostenloses Kennenlerngespräch melden.



Ein unsicher-ambivalenter Bindungsstil kann in Beziehungen herausfordernd sein, aber mit Selbstreflexion, einer stabilen Kommunikation und möglicherweise professioneller Unterstützung können Menschen mit diesem Bindungsstil lernen, ihre Ängste und Unsicherheiten zu bewältigen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Bindungsstile nicht in Stein gemeißelt sind, sondern dass sie sich im Laufe der Zeit und durch positive Erfahrungen verändern können und sich deshalb auch hin zu einem gesunden Bindungsstil entwickeln können.

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